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Du weißt ja gar nicht, wie gut du es hast: Ich treffe Maria Bachmann!

Vor drei Jahren hatte ich die Idee, befreundete Autoren und Autorinnen nach Homberg einzuladen, um sie dem lesebegeisterten Homberger Publikum vorzustellen. Ulrike Sowa von der hiesigen Buchhandlung hat durch jahrelanges beständiges Angebot ein Stammpublikum aufgebaut, das nicht nur in großer Zahl erscheint, sondern auch wirklich zugewandt und aufmerksam lauscht und liest. Mit ihr zusammen habe ich die Reihe: Astrid Ruppert trifft…. begründet. Mein erster Gast war Daniel Speck, der aus seinem ersten Roman „Bella Germania“ von der Ladefläche einer Ape aus gelesen hat. Ich habe auf dem Fahrersitz gesessen und durfte zum Pausenbeginn hupen. Seinen zweiten Roman hat er hier inzwischen auch vorgestellt, wir warten jetzt alle schon auf den dritten….
Dann kam Nicole Walter, die aus ihrem ersten Roman „Das Leben drehen“ gelesen hat und weil wir uns schon sehr lange kennen, haben wir fast so lange geschwatzt, wie sie gelesen hat, und das Publikum hat mit viel Interesse verfolgt, wie sich zwei Schriftstellerinnen  unterhalten. Mit Stina Jensen, die aus ihrem ersten Mallorca-Krimi gelesen hat, habe ich eine extrem erfolgreiche Self-publisherin eingeladen, die sich aus dem Verlagsgefüge gelöst hat, um ihre Unabhängigkeit zu wahren, und um sich komplett selbst finanzieren zu können.

Und jetzt kommt als neuester Gast Maria Bachmann, die ich als Schauspielerin und als Drehbuchautorin kennengelernt habe, mit ihrem neuesten Buch „Du weißt ja gar nicht, wie gut du es hast“ nach Homberg. Sie erzählt darin die bewegende Geschichte ihrer Kindheit in den sechziger Jahren, geprägt von dem Schweigen über die Wunden der Nachkriegszeit. Das Buch hat mich sehr berührt, und ich habe so viel von mir und meiner eigenen Kindheit darin wiedererkannt, dass es manchmal regelrecht weh tat, weiterzulesen.

Mit großer Schlichtheit und Ehrlichkeit gelingt es ihr, die Welt zu schildern, in der die kleine Maria aufgewachsen ist, vor allem aber gelingt es ihr, und das ist für mich die große Leistung, die Innenwelt der kleinen Maria in Worte zu fassen. Ich hätte dieses kleine Mädchen gerne am liebsten adoptiert und ihr gesagt, dass sie ein toller kleiner Mensch ist und genau richtig, so wie sie ist. Es ist ein berührendes, ehrliches Buch, das ich sehr gerne und von Herzen empfehle! Der Weg, den Maria gegangen ist, ist mutig, und er ermutigt die Leser und Leserinnen, sich an die eigene Kindheit zu erinnern und sich damit auseinanderzusetzen.
Öffnen statt Verschließen.
Reden statt Schweigen.
Weitergehen statt Steckenbleiben.

Deshalb freue ich mich besonders, wenn wir am Donnerstagabend, den 26.9.19 über Maria und ihr Buch reden.

Da ich ja keine Moderatorin bin, und immer sehr aufgeregt bin, wenn ich vor vielen Menschen sprechen soll, wird auch das wieder eine Herausforderung für mich! Der ich mich aber gerne stelle…. man wächst bekanntlich an seinen Aufgaben, und zum Glück sitzt ja Maria dann auch neben mir.

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